Die lange Geschichte der Rathaus Apotheke
Wichtige Stationen der Rathaus Apotheke in Wort und Bild – Bilder und Illustrationen folgen nicht den Jahreszahlen.

1790
Die Geschichte der Rathaus-Apotheke lässt sich bis in das Jahr 1790 zurückverfolgen. Dabei befand sie sich nicht immer an dem Ihnen bekannten Platz. Alles begann, als Simon Georg Betcke aus Lentzen an der Prignitz nach Hamburg kam.

1795
Im Jahr 1795 trat Johann Friedrich Ernst Maaß in die Apotheke ein. Ihr Standort war damals die Große Johannes Straße 214. Unter dem Namen „Betcke Erben und F. Maaß“ wurde sie bis 1802 geführt.

1802
Maaß siedelte 1802 in die Kleine Johannis Straße 23 um. Die Apotheke wurde von dessen Sohn an Berend Goos verkauft. Dieser, ein bekannter Maler seiner Zeit, erzählt von der Apotheke in seinem Buch „Erinnerungen aus meiner Jugend“, das heute neu aufgelegt wieder im Buchhandel erhältlich ist.

1854
1854 wechselte die Apotheke Ihren Besitzer und wurde 1863 an Max Zinkeisen verkauft, auf dessen Bruder Eduard Zinkeisen die Mineralwasserfirma Oberdörfer und Zinkeisen und später Dr. Zinkeisen, Behrmann & Co. zurück geht.

1905
Später folgten weitere fünf Besitzer bis schließlich 1905 der in Bevensen gebürtige Dr. Johannes Klie die Apotheke erwarb und sie 1908 ihren heutigen Standort am Rathausmarkt 19 erhielt. Zwischenzeitlich musste die Apotheke Unterschlupf in einer angemieteten Gaststätte in der Hermannstraße finden, da im Zuge des Durchbruchs der Mönkebergstraße vom Hauptbahnhof zum Rathausmarkt das Grundstück der Apotheke enteignet wurde. Dr. Johannes Klie kehrte aus dem ersten Weltkrieg nicht mehr zurück. Seine Söhne Dr. phil. Hans Emil Klie und Dr. jur. Werner Klie übernahmen die Apotheke 1936, nachdem sie einige Jahre verwaltet wurde.

1939
Im zweiten Weltkrieg wurde die Apotheke durch Luftangriffe erheblich zerstört. Die kunsthistorisch wertvolle Jugendstileinrichtung von Prof. Niemeyer konnte jedoch weitgehend erhalten werden.

1983
Die Familie Klie fand in dem in Kiel geborenen Apotheker Dirick Bruhn, bis zu diesem Zeitpunkt Gründer und Inhaber der Annen-Apotheke in Altenholz, den idealen Nachfolger – zunächst als Pächter.

1995
Im Zuge der Übernahme und der Voraussetzung einer Betriebserlaubnis hat Apotheker Dirick Bruhn die Apotheke 1995 umgebaut, um den gesetzlichen Bestimmungen Folge zu leisten. Der alte Charme der Apotheke wurde dabei weitgehend erhalten und die früheren Intarsien in den neuen Verkaufstischen integriert. In nur zwei Wochen wurde der Verkaufsraum vollständig neu gestaltet und ein neuer automatischer Mitarbeiter zog ein. Dieser stellte sich leider als sehr unzuverlässig heraus, so dass man beim Bereitstellen der gewünschten Medikamente wieder auf die bewährte Praxis zurückgriff.

2012
Birte Rießelmann übernahm die Apotheke aus den väterlichen Händen. Die Rathaus-Apotheke liegt im Herzen Hamburgs. Sie war bereits Schauplatz von Dreharbeiten und ist aus der Innenstadt-Gemeinde nicht wegzudenken. Die Rathaus-Apotheke befand sich seit Ihrer Gründung immer im Wandel, um Ihren Kunden zuverlässig auf dem neuesten Stand der Pharmazie zur Seite stehen zu können. Dies ist bis heute so geblieben. Am Wichtigsten ist jedoch, dass bei uns immer der Mensch im Mittelpunkt steht, den wir mit Herz und Verstand ganzheitlich-pharmazeutisch unterstützen möchten.

2021
Durch unsere große Umbaumaßnahme im Sommer 2021 haben wir unser Warenlager durch ein automatisches System auf den technisch neuesten Stand gebracht und gleichzeitig durch den gewonnenen Platz einen ruhigen Rückzugsort im ersten Stock für intensivere Beratungsgespräche, zum Testen, Messen und Analysieren geschaffen. Eine neue Anordnung der Verkaufstische und Regale im Erdgeschoss ermöglichte uns, einen effektiveren und dauerhaften Infektionsschutz für Sie und das Team umzusetzen, ohne unsere Beweglichkeit und die Kommunikation zu sehr zu behindern. Freuen Sie sich mit uns über die wunderschöne, „moderne Jugendstil-Atmosphäre“, umgeben von den alten Intarsien, der unschlagbaren Raumhöhe mit der umlaufenden Galerie und gönnen Sie sich einen Blick nach oben, um die einst für die Apotheke designten und geschaffenen Gläser und Porzellangefäße zu bewundern, die nach wie vor mit viel Obacht und Vorsicht im Einsatz sind.
