Säure-Base-Haus­halt

Bei dem Säure-Base-Haus­halt spricht man von dem gewünsch­ten Gleich­ge­wicht zwischen sauren und basi­schen Stof­fen im Körper, damit das Binde­ge­webe außer­halb der Körper­zelle und das Zell­mi­lieu in der Körper­zelle sauber und funk­ti­ons­fä­hig blei­ben.

Einfach gesagt, heißt zu sauer, dass dem Köper basi­sche Mine­ra­lien fehlen, um die sauren Stoff­wech­sel­schla­cken zu neutra­li­sie­ren und über die Niere ausschei­den zu können. Die Leber als Entgif­tungs­or­gan Nummer 1 und zustän­dig für den Säure-Base-Haus­halt ist über­for­dert, was wir daran merken, dass wir während der Leber­zeit zwischen 24:00 Uhr und 3 Uhr morgens hell­wach im Bett liegen.

Der Körper muss die Schla­cken also anders loswer­den (star­kes Schwit­zen, erhöhte Magen­säure, Entgif­tung über die Haut – Haut­bild­ver­än­de­run­gen) oder able­gen, wo sie nicht im Weg sind (Schul­tern, Finger, Zehen).

Nun ist es aber nicht so, dass die Schla­cken fein säuber­lich aus dem Weg geräumt sind und der Rest funk­tio­niert weiter reibungs­los wie zuvor. Leider nein. Unser Binde­ge­webe und unsere Körper­zel­len leiden an der Über­säue­rung. Das Binde­ge­webe wird trüb und zäh. Infor­ma­tio­nen und Stoffe bewe­gen sich deut­lich lang­sa­mer durch das Gewebe. Das Immun­sys­tem kann nicht vernünf­tig arbei­ten. Die Zell­kom­mu­ni­ka­tion und der Stoff­trans­port in und aus einer Zelle heraus findet nicht mehr im gewohn­ten Maße statt. D. h. es schwä­chelt an verschie­de­nen Zell­funk­tio­nen.

Die Betrof­fe­nen werden zunächst müde und konzen­tra­ti­ons­schwach. Tut man jetzt nichts, können sich hier­aus verschie­denste Krank­heits­bil­der entwi­ckeln.

Bin ich sauer?

Die Gefahr ist groß. Du wärst nicht allein. Den Orga­nis­mus hier im Gleich­ge­wicht zu halten ist schwie­rig.
Es gibt Lebens­mit­tel, die sauer verstoff­wech­selt werden, und es gibt Lebens­mit­tel die basisch verstoff­wech­selt werden. Grob kann man sagen, dass Fleisch, Fisch, Getreide, Back- und Süßwa­ren sauer verstoff­wech­selt werden und Obst- und Gemüse basisch. Wenn man es genauer wissen möchte, findet man im Inter­net eine Viel­zahl von Über­sich­ten und Tabel­len.

Neben den Lebens­mit­teln spie­len hier aber auch andere Stoffe im Körper eine große Rolle:

Adre­na­lin wird sauer verstoff­wech­selt und damit führt zu viel Stress zu einer Über­säue­rung des Orga­nis­mus.
Ammo­niak durch eine Milieu­ver­schie­bung im Darm führt zu einer Über­säue­rung. Schuld sind hier Entzün­dungs­pro­zesse und/oder eine erhöhte Anzahl eiweiß­spal­ten­der Bakte­rien.
Bestimmte Medi­ka­mente führen zu einer Über­säue­rung des Orga­nis­mus, z. B. Proto­nen­pum­pen­hem­mer, die bei erhöh­ter Magen­säu­re­pro­duk­tion einge­setzt werden.

Mit dem Säure-Basen-Test nach Sander werden fünf Urin­pro­ben im Tages­ver­lauf zur Beur­tei­lung eines gestör­ten Säure-Base-Gleich­ge­wichts analy­siert. Der Urin­test mit Säure-Base-Test­strei­fen ist in unse­rer Apotheke erhält­lich. Du kannst ihn unkom­pli­ziert zu Hause durch­füh­ren.

Bei der Inter­pre­ta­tion des Ergeb­nis­ses helfen wir dir gerne. Wir unter­stüt­zen dich mit wert­vol­len Tipps zu einer nach­hal­ti­gen Säure-Base-Kur mit anfäng­li­cher Tiefen­ent­säue­rung für eine dank­bare Leber. Einfa­che Tipps zur Ernäh­rung und leicht umsetz­bare Ände­run­gen im Lebens­stil sollen dich im Anschluss dauer­haft in einem gesun­den Gleich­ge­wicht halten.

Deine Ansprech­part­ne­rin und Ansprech­part­ner

Elena Meinert

Phar­ma­zeu­tisch-tech­ni­sche Assis­ten­tin, Myko­mo­le­ku­lar­fach­frau

Volker Bruhn

Phar­ma­zeu­tisch-tech­ni­scher Assis­tent und Heil­prak­ti­ker, Myko­mo­le­ku­lar­fach­mann